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Energiegemeinschaft Bad Traunstein

Auf zur Gemeinde-Energieversorgung 4.0 – gemeinsam schaffen wir das!

Bad Traunstein ist Klimabündnisgemeinde,

ölfreie Gemeinde und Mitgliedsgemeinde bei KLAR-Region Waldviertler Kernland. Wir sind eine Tourismusgemeinde mit gut ausgebautem Wander- und Radwegenetz. Wetter- und klimatechnisch leben wir in einer interessanten Region. In Bad Traunstein gibt es wenig Nebel - dafür viele Sonnentage, allerdings auch viel Schnee und das Klima ist auf rund 900 Metern Seehöhe manchmal sehr rau. 
Gemeinsam mit motiverten Bürger*innen setzt die Gemeinde Zeichen gegen den Klimawandel. Auf allen Gemeindegebäuden wurden bereits früh PV-Anlagen (ca. 85 kWp) errichtet und Bürger*innen ersetzen ihre alten Ölheizungen gegen Heizungen auf Basis erneuerbarer Energie und erzeugen Sonnenstrom. Derzeit stehen rund maximal 55 private Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet, mit einer Leistung von rund 370 kWp zur Verfügung.


Wärme- und Strombedarf selbst decken als Beitrag


Durch den hohen Waldbestand in unserer Gemeinde, gibt es bereits viele Haushalte, die mit Biomasse beheizen. Daneben betreibt die Enertech GmbH im Hauptort ein Nahwärmeheizwerk, dass rund 110 Haushalte mit erneuerbarer Wärme versorgt, zusätzlich 30 kWp-PV-Strom für den Betrieb des Heizwerks. Der Überschuss stünde zur Verfügung. Aufstockung der Leistung nicht ausgeschlossen!
Mit der Teilnahme am Pilotprojekt setzen wir uns vier ambitionierte Ziele:

  • Verdopplung der derzeit in der Gemeinde installierten PV Leistung bis 2023, auf mind. 900 kWp (Stand Ende 2020: 454 kWp): Einige landw. Betriebe würden noch ihre Hallendächer für PV-Anlagen nutzen. Damit wir uns in der Gemeinde nicht nur regional mit Lebensmitteln, sondern auch mit ausreichend Sonnen-Strom versorgen können, helfen wir unseren Landwirt*innen auf dem Weg zum Energiewirt. Als Teil der Energiegemeinschaft vermarkten die Landwirt*innen ihren Strom regional in der Gemeinschaft und haben dadurch eine gesicherte Abnahme des Stroms.
     
  • Bilanzielle Deckung des gesamten Stromverbrauchs aller Haushalte (ca. 1000 Einw.) in der Gemeinde aus PV-Strom: Derzeit nutzen wir nur rund lediglich 10 % des Gesamtstrombedarfs in der Gemeinde aus erneuerbaren Quellen. Privathaushalte können derzeit nur zu knapp 50 % bilanziell mit Sonnenstrom versorgt werden. Das wollen wir ändern!
    Bei einem derzeitigen Verbrauch von rund 950.000 kWh bei den Haushalten und rund 150.000 kWh gemeindeintern ist dieses Ziel zwar ambitioniert, aber als Pilotgemeinde schaffen wir das bis spätestens Ende 2024.
     
  • Die Umsetzung des ersten Batteriespeicher-Bürgerbeteiligungs-Projektes („Dorfbatterie“) seiner Art als Leuchtturmprojekt in Niederösterreich!: Wir wollen uns auch in der Nacht mit Sonnenstrom versorgen, daneben setzen wir ein Projekt um, dass es in dieser Art noch nicht gibt. Strom der während des Tages nicht verbraucht werden kann, speichern wir entweder zentral in einem großen Batteriespeicher (500 kWh) im Bauhof, oder bei der Kläranlage und jede/r der sich Speicherplatz über die Beteiligung kauft, nutzt daraus seinen Strom in der Nacht. Oder wir setzen auf einzelne, dezentrale Lösungen, um nur einzelne Zählpunkte der Gemeinde, zB. die Straßenbeleuchtung zu versorgen. 
     
  • Integration einer Biogasanlage um die Teilnehmer*innen auch außerhalb der Produktion von Sonnenstrom regional zu versorgen: Der Betreiber der Biogasanlage mit rund 100 kW elektrischer Leistung liegt im gleichen „Versorgungsbereich“ des Netzbetreibers. Gemeindeübergreifend können so die Mitglieder der Energiegemeinschaft auch in der Nacht und den sonnenschwachen Monaten im Winter regional mit Strom versorgt werden.
Grafik so funktioniert's

So funktioniert's

Strom lokal produzieren und lokal verbrauchen – die Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft macht es möglich

In der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft wird der Strom im Ort automatisch untereinander geteilt.

Jeder kann mitmachen!

Es soll der im Ort erzeugte Strom auch gleich verwendet werden. Also egal ob Haushalt oder Gewerbe, mit oder ohne eigener Stromerzeugung, wie zum Beispiel mit einer Photovoltaikanlage, alle können mitmachen.

Wie geht das?

Produzieren die einen TeilnehmerInnen gerade mehr Strom, als sie verbrauchen, so wird dieser automatisch auf die anderen TeilnehmerInnen der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft aufgeteilt und bleibt so im Ort.

Wenn zum Beispiel am Vormittag der Sonnenstrom aus der Photovoltaikanlage nicht vollständig verbraucht wird, wird damit die Volkschule oder der Kindergarten versorgt. Das passiert ganz automatisch, wenn die Intelligenten Messgeräte (Smart Meter) vom Netzbetreiber bereits eingebaut sind.

Wie kann ich mitmachen?

Sie können sich gleich hier als TeilnehmerIn der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft vormerken. Dafür geben Sie Ihre vollständige Adresse, ihre Kontaktinformationen und ein paar Informationen zu Ihrem Stromverbrauch und/oder Ihrer Stromerzeugung ein.

Passt Ihre Adresse in das Gebiet der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft, dann erhalten Sie einen Beitrittsvertrag, in dem die Statuten und Strompreise der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft festgelegt sind. Nachdem Sie damit der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft beigetreten sind, erhalten Sie zusätzlich zu Ihrer herkömmlichen Stromrechnung eine Abrechnung Ihrer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft.

Das war’s auch schon!

Grafik Vorteile

Ihre Vorteile

So profitieren Sie vom Beitritt zur Energiegemeinschaft

  1. Sie tragen zur Energiewende bei!
  2. Ihr Strom kommt aus erneuerbaren Quellen!
  3. Sie kaufen Ihren Strom direkt im Ort!
  4. Sie sparen bis zu 60 % an Netzgebühren!
  5. Sie können sich auf einen fairen Strompreis innerhalb der Energiegemeinschaft verlassen!
  6. Sie entlasten die überregionalen Stromnetze!
  7. Sie fördern die erneuerbare Stromproduktion!